Orthese für das ganze Bein    
Stabilisation, Fixation, Redression/Retention, Längenausgleich und Entlastung sind die grundsätzlichen Einwirkungen von Beinorthesen.

Nach Sachgruppen unterteilt man die Orthesen für die untere Extremität in:
  • Lähmungsorthesen sind funktionsergänzende und auch funktionsunterstützende, bewegungsbeeinflussende Orthesen für mehrgelenkige Gliedmaßenbereiche. In der Regel werden Schienenschellenapparate, evtl. mit einzelnen Hülsenteilen oder Walkschuh, ohne Tuberanlage Individuell nach Gipsabdruck gefertigt.
  • Entlastungsorthesen sind bewegungseinschränkende, die Lastaufnahme beeinflussende Orthesen für mehrgelenkige Gliedmaßenbereiche bei Gelenkerkrankungen, Entzündungen und Pseudoarthrosen. Normalerweise werden sie als Schienenhülsenapparate gearbeitet und haben prinzipiell eine Tuberanlage bzw. im Falle der Unterschenkelorthese eine Kondylen-Tibiakopfanlage zur Lastaufnahme.
  • Segment Orthesen beeinflussen die Biomechanik einzelner Gelenke und Körperregionen. Je nach Funktion haben sie bewegungssteuernde, belastungsregelnde, richtungsbeeinflussende oder wachstumslenkende Einzelaufgaben. Sie bestehen aus statischen oder dynamischen Grundelementen.
  • Orthesen Bandagen sind Segment Orthesen, welche ganz speziell auf Körpergelenke mit mehreren Bewegungsebenen Einfluß nehmen (z.B. Hüfte, Schulter, Amphiarthrosen). Besonderes Merkmal ist festen Körperformteilen.
  • Orthoprothesen: Bei Fehlbildungen und hochgradigen Beinachsenverkürzungen werden mechanische Fuß- und Kniepassteile aus Prothesenbau mit denen der Segmentorthesen zu einer Orthoprothese verbunden.


HM-Nr.: 23.00.00.0000


zurück